“Ein Kind, das ständig Grenzen überschreitet macht auf etwas aufmerksam. Es kommuniziert mit uns, es braucht etwas. Mehr Halt? Mehr Klarheit? Einen festeren Rahmen? Oder mehr Freiheit? Mehr Selbstwirksamkeit? Mehr es selbst sein zu dürfen.“ Nora Imlau
In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen setzte ich an zwei sich ergänzenden Punkten an.
Im Vordergrund steht die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Zunächst schauen wir uns mit Hilfe von Marte Meo an, welche Entwicklungsbotschaften die Kinder und Jugendlichen mit ihrem Verhalten an uns senden. Daran können wir festmachen welche sozio-emotionalen Fähigkeiten vorhanden sind und welche als nächstes entwickelt werden müssen. Die Familien und die weiteren Systeme (Großeltern, Kita, Schule, Hort usw.) erhalten ganz konkrete Informationen, wie sie die Kinder und Jugendlichen im Alltag in ihrer Entwicklung unterstützen können.

Zusätzlich brauchen Familien und weitere Systeme mit Kindern und Jugendlichen in Krisen Informationen über Krisen- und Konfliktpädagogik sowie Regulation. Gerade, wenn die Verhaltensweisen andere Personen in ihrem Umfeld stark belasten oder über einen langen Zeitraum bestehen, braucht es akute Hilfen. Dafür betrachten wir die Bedürfnisse aller Personen. Wir betrachten das Verhalten in der jeweiligen Situation und schauen was das Kind und die Jugendlichen damit ausdrücken wollen. Wir betrachten das Verhalten der Erwachsenen und schauen was diese brauchen, um das Kind und die Jugendlichen sicher leiten zu können.
Familien können sich direkt an mich wenden und durch Beratung individuelle Unterstützung erhalten.
Ich arbeite mit Institutionen, wie Kindertagesstätten, Kinder- und Jugendhilfe, Hort, Frühförderung, (Förder-) Schulen, Schulassistenz, Ergotherapie, Heilpädagogik und weitere Arbeitsfelder.
Judy Singer hat das Konzept und den Begriff der Neurodiversität geprägt. Ihre Kernaussage lautet: Es gibt viele unterschiedliche Arten die Welt wahrzunehmen – zu denken und zu fühlen – und diese Unterschiede sind normal.
Mein Ziel ist es neurodivergenten Menschen durch meine Kenntnisse und Erfahrungen, in den neurotypischen Systemen, zu stärken. Für die neurotypischen Systeme (Familie, Schule, Kita, Hort, Heim usw.) zeigen sie in einigen Lebensphasen auffällige Verhaltensweisen, die die Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen im Alltag behindern. Zum Beispiel:
Wir können die Entwicklung der Menschen den Altersnormen zuordnen. Viel wichtiger finde ich jedoch einen Entwicklungsstand festzuhalten und einerseits zu ermitteln was die Person für eine Unterstützung benötigt, um den nächsten Entwicklungsschritt zu machen und was andererseits das Umfeld braucht, um neurodivers zu leben und zu arbeiten.


,,Marte Meo verbesset nicht nur die Arbeitszufriedenheit der Pflegenden sowie deren Kompetenzen im Umgang mit Belastungen, sondern auch die Lebensqualität der Pflegebedürftigen.“ (Berther/Niklaus, 2015)
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